Illustration: Notepad++ Update-Hijacking – WinGUp-Update-Traffic wird umgeleitet und führt zu Malware-Download über kompromittierte Infrastruktur
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Notepad++ Update-Hijacking: CVE-2025-15556 und aktuelle Patches

Notepad++ Update-Hijacking (CVE-2025-15556): Double Lock, Chrysalis-Backdoor, 8.9.6.1-Patchstand, Betroffenheit prüfen und Sofortmaßnahmen.

Mika Schmidt, IT Security Experte

Mika Schmidt

IT Security Experte

Notepad++ steht erneut im Fokus der IT-Security-Community: Der Maintainer hat bestätigt, dass Angreifer den Update-Mechanismus gezielt missbraucht haben, um Update-Traffic umzuleiten und kompromittierte Updates an ausgewählte Nutzer auszuliefern. Mit Version 8.9.2 wurde der Update-Prozess durch ein „Double Lock“-Design und weitere Härtungen abgesichert; der Supply-Chain-Vorfall ist als CVE-2025-15556 geführt. Für den aktuellen Patch-Stand sollten Unternehmen inzwischen 8.9.6.1 oder neuer einplanen. Der Beitrag gibt Maßnahmen für Unternehmen und konkrete Schritte.

Mit Version 8.9.2 hat Notepad++ die Update-Kette gehärtet („Double Lock“, CVE-2025-15556 adressiert; zusätzlich CVE-2026-25926 behoben). Seit 8.9.6.1 sind weitere Schwachstellen in XML-Konfigurationsdateien behoben. Für Unternehmen bleibt relevant: Es handelt sich beim ursprünglichen Vorfall um einen Supply-Chain-Angriffsvektor – selbst wenn die Anwendung an sich nicht „klassisch“ verwundbar ist, kann die Update-Infrastruktur kompromittiert werden, mit potenziell hohem Impact.

TL;DR – die wichtigsten Schritte

  1. 1

    Inventarisieren

    Wo ist Notepad++ installiert, wer nutzt WinGUp?

  2. 2

    Prüfen

    Proxy/EDR/SIEM-Logs rund um gup.exe und verdächtige TEMP-Dateien.

  3. 3

    Aktualisieren

    Auf Notepad++ 8.9.6.1 (oder neuer) – bevorzugt zentral verteilt. Installer nur von notepad-plus-plus.org oder GitHub Releases beziehen.

  4. 4

    Härten

    Egress-Kontrollen & Signatur-/Hash-Checks in Update-Prozessen etablieren.

Update 2026: Was ist neu?

Update 28. Mai 2026: Notepad++ 8.9.6.1 & XML-Schwachstellen

Notepad++ hat mit Version 8.9.6.1 drei weitere Schwachstellen geschlossen: CVE-2026-48778 in config.xml, CVE-2026-48800 in shortcuts.xml und CVE-2026-48770 im Umgang mit fehlerhaften COPYDATASTRUCT-Daten. Die beiden XML-Themen sind kein Update-Infrastruktur-Hijacking, aber für Unternehmen mit Notepad++ auf Admin-, Entwickler- oder Helpdesk-Clients relevant.

Update 18. Februar 2026: Notepad++ 8.9.2 & neue CVEs

Notepad++ hat mit Version 8.9.2 einen umfassenden Security-Fix ausgeliefert. Im Zentrum steht ein von Maintainer Don Ho so bezeichnetes „Double Lock“-Design: Der Update-Prozess soll „robust und praktisch nicht ausnutzbar“ sein – durch Verifikation des signierten Installers (bereits ab 8.8.9) und die in 8.9.2 eingeführte Verifikation des signierten XML, das der Update-Server unter notepad-plus-plus[.]org zurückliefert.

Der Supply-Chain-Vorfall (Update-Hijacking) ist unter CVE-2025-15556 (CVSS 7.7) geführt. Die über manipulierten Update-Traffic ausgelieferte Malware wurde von Rapid7 und Kaspersky als Backdoor „Chrysalis“ identifiziert; die Attribution weist auf die China-nexus APT-Gruppe Lotus Panda hin.

Zusätzlich adressiert 8.9.2 eine eigenständige Schwachstelle (nicht Teil des Hijacking-Vorfalls): CVE-2026-25926 (CVSS 7.3, High). Es handelt sich um eine Unsafe-Search-Path-Lücke (CWE-426): Windows Explorer wurde ohne absoluten Pfad gestartet, was unter bestimmten Bedingungen die Ausführung einer manipulierten explorer.exe und damit Arbitrary Code Execution im Kontext der Anwendung ermöglichen kann.

Die Einordnung des Angriffs bleibt für Unternehmen zentral: Es handelt sich um einen infrastruktur-level compromise – kompromittierte Infrastruktur auf Hosting-/Provider-Ebene statt einer einzelnen App-Schwachstelle – mit selektiver Umleitung von Update-Traffic (gezielt gegen bestimmte Nutzer/Organisationen).

Untersuchungen deuten zudem darauf hin, dass die Angreifer gezielt nach Notepad++ suchten (und nicht breit nach anderen Projekten/Artefakten). Das unterstützt das Bild: Low Volume, High Impact – wenige Ziele, aber potenziell gravierende Folgen.

Timeline: Juni–Dez 2025 (Forensik-Zeiträume)

Für Betroffenheitsprüfungen (Logs/EDR/Proxy) hilft eine klare Zeitachse. Laut aktuellem Stand begann die Aktivität bereits im Juni 2025. Zusätzlich sind zwei Stichtage wichtig: 02.09.2025 (Serverzugriff verloren) und 02.12.2025 (Credentials/Services abgesichert).

Timeline & Forensik-Zeiträume

Zeitachse für Log- und Forensik-Prüfungen rund um den Notepad++-Updater.
DatumBeobachtung / BedeutungWas Unternehmen daraus ableiten
Juni 2025Beginn der Aktivität (Umleitungen/Abuse im Umfeld des Update-Traffics)Logs & Artefakte ab Juni prüfen (wenn Notepad++/Updater genutzt)
02.09.2025Hosting-Provider patchte Maschine (Firmware/Kernel); danach keine weiteren Muster wie zuvor festgestelltTrotzdem Zeitraum davor besonders kritisch priorisieren
10.11.2025Angriffe scheinen laut Untersuchungsstand aufgehört zu haben„Stop“-Datum nicht als Entwarnung sehen – Beweise können fehlen
02.12.2025Interne Dienste/Passwörter gesichert; bis dahin waren Umleitungen durch verbleibende Zugangsdaten zumindest möglichForensik-Zeitraum konservativ bis Anfang Dez 2025 ziehen

Ausgangslage: Was ist passiert?

Der integrierte Updater von Notepad++ (WinGUp / gup.exe) hat in dokumentierten Fällen kompromittierte Update-Pakete bezogen. Die Kerndynamik: Update-Traffic wurde auf maliziöse Server umgebogen, sodass statt eines legitimen Installers ein anderes Binary ausgeliefert wurde.

Notepad++ reagierte mit Version 8.8.9 (zusätzliche Prüfungen für Installer-Signatur) und mit 8.9.2 durch das „Double Lock“-Design sowie weitere WinGUp-Härtungen – der Update-Prozess ist damit deutlich abgesichert.

Wie WinGUp (gup.exe) funktioniert – und wo der Angriff ansetzt

Notepad++ nutzt einen eigenen Updater namens WinGUp. Der Ablauf ist (vereinfacht) typischerweise: gup.exe fragt eine Update-URL ab, erhält eine Manifest-/XML-Antwort (z. B. gup.xml) und lädt anschließend den referenzierten Installer herunter, speichert ihn im %TEMP%-Ordner und führt ihn aus.

Kurz erklärt: Update-Flow

  1. gup.exe fragt eine Update-URL an.
  2. Der Server liefert ein Manifest (XML) mit einer Download-Location.
  3. gup.exe lädt den Installer herunter.
  4. Der Installer wird ausgeführt (häufig aus %TEMP%).

Angreifer, die diesen Pfad intercepten oder umleiten können (z. B. via kompromittierter Infrastruktur, DNS/Hosting/Credentials), können die Download-Location auf einen anderen Host zeigen lassen. Genau das macht Updater zu einem attraktiven Vektor.

Was sich technisch geändert hat (8.8.9 & 8.9.2)

In der Reaktion wurden mehrere Schutzmaßnahmen umgesetzt – mit Version 8.9.2 ist das „Double Lock“-Design vollständig aktiv:

  • Installer-Verifikation: WinGUp/Notepad++ prüft ab 8.8.9 Zertifikate/Signaturen des von GitHub heruntergeladenen Installers.
  • Signiertes Update-Manifest (XML): Ab 8.9.2 wird das vom Update-Server (notepad-plus-plus[.]org) zurückgelieferte XML signiert und zusätzlich verifiziert – damit ist die doppelte Absicherung (Installer + Manifest) aktiv.
  • Infra-Seite: Umzug der Website/Infra zu einem neuen Hosting-Provider mit stärkerer Security-Praxis.

Technische Hardening-Maßnahmen in WinGUp (8.9.2)

In 8.9.2 wurden weitere sicherheitsrelevante Änderungen am Auto-Updater WinGUp vorgenommen:

  • Entfernung von libcurl.dll: Das DLL wird nicht mehr mitgeliefert – damit entfällt das DLL-Sideloading-Risiko.
  • Entfernung unsicherer cURL-SSL-Optionen: CURLSSLOPT_ALLOW_BEAST und CURLSSLOPT_NO_REVOKE wurden entfernt.
  • Plugin-Management: Ausführung nur noch für Programme, die mit dem gleichen Zertifikat wie WinGUp signiert sind.

Visualisierung: Angriff auf die Update-Kette

Aus Angreiferperspektive ist der Updater ein effizienter Einstiegspunkt: Ein „offizielles Update“ wirkt legitim, wird häufig ohne große Skepsis ausgeführt und landet nicht immer in den gleichen Kontrollmechanismen wie produktive Software-Releases.

Wichtig: Selbst bei gezielten Angriffen ist die Auswirkung potenziell hoch, weil kompromittierte Endpoints wiederum Zugang zu weiteren Systemen ermöglichen können (Credential Theft, Lateral Movement, etc.). Vereinfacht: Update-Anfragen von gup.exe werden umgeleitet – das Opfer lädt ein anderes Binary.

Bin ich betroffen? Pragmatic Checks

Unternehmen sollten die Betroffenheit nicht „gefühlt“ beurteilen, sondern pragmatisch prüfen: Welche Geräte nutzen Notepad++? Wer hat Admin-/Dev-Tools? Und: Wurde im relevanten Zeitraum über WinGUp geupdatet?

  • Asset-/Software-Inventar: Notepad++-Installationen (inkl. Version) erfassen, besonders auf Admin-Workstations.
  • Update-Pfad klären: Wird Notepad++ per Softwareverteilung gepatcht oder „wild“ per Updater?
  • Telemetry: EDR/SIEM/Proxy-Logs nach gup.exe und auffälligen Redirects/Domains durchsuchen.
  • File-Checks: Installer/Artefakte im %TEMP%-Kontext und Code-Signaturen/Hashes prüfen.
  • Zeitraum konservativ wählen: Wenn Sie nicht sicher sind, ob Updates bezogen wurden, prüfen Sie Logs ab Juni 2025 bis 02.12.2025.

Sofortmaßnahmen & Hardening für Unternehmen

Wenn Notepad++ in Ihrer Umgebung genutzt wird, empfehlen sich die folgenden Schritte – bewusst pragmatisch, damit sie auch in kleinen Teams umsetzbar bleiben:

Sofortmaßnahmen & Hardening

  1. 1

    Update kontrollieren (zentral statt Client-Internet)

    Wenn möglich, Notepad++ über Softwareverteilung/Paketmanagement aktualisieren (z. B. via Managed Installer), statt den Updater auf Clients frei ins Internet kommunizieren zu lassen.

  2. 2

    Auf aktuellen Stand bringen

    Notepad++ 8.9.6.1 (oder neuer) einsetzen und in Change-/Patch-Prozesse integrieren – inkl. Double Lock, WinGUp-Härtungen und den XML-Sicherheitsfixes aus 8.9.6.1. Installer ausschließlich von notepad-plus-plus.org oder GitHub Releases beziehen.

  3. 3

    Egress-Kontrolle & Allowlisting

    Definieren, welche Updater-Prozesse wohin kommunizieren dürfen. Abweichungen alarmieren (Proxy/SWG/EDR).

  4. 4

    Detections für „Updater-Missbrauch“

    Regel: Wenn gup.exe ungewöhnliche Child-Prozesse startet oder fremde Domains kontaktiert → Alert.

  5. 5

    Forensik bei Verdacht

    Betroffene Endpoints isolieren, Artefakte sichern, Signaturen/Hashes prüfen, ggf. Reimage (abhängig von Befund & Kritikalität).

IOC-Checks: PowerShell & Detection-Policy

Die folgenden Snippets sind bewusst einfach gehalten und sollen zeigen, wie Sie typische Spuren rund um gup.exe pragmatisch prüfen können. Passen Sie sie an Ihre Logging-/EDR-Landschaft an.

powershell
# Sysmon Event ID 1 (Process Create): Suchen nach gup.exe
Get-WinEvent -FilterHashtable @{
  LogName = 'Microsoft-Windows-Sysmon/Operational'
  ID      = 1
} -ErrorAction SilentlyContinue |
  Where-Object { $_.Message -like '*\gup.exe*' } |
  Select-Object TimeCreated, Message

# Verdächtige Dateien im TEMP-Verzeichnis (Beispielnamen; anpassen!)
Get-ChildItem -Path $env:TEMP -Recurse -Include update.exe, AutoUpdater.exe -ErrorAction SilentlyContinue |
  Select-Object FullName, Length, LastWriteTime
Schnelle Suche nach Process-Create-Events (Sysmon) und TEMP-Artefakten rund um gup.exe.
yaml
notepadpp-updater:
  processName: "gup.exe"

  allowedDomains:
    - "notepad-plus-plus.org"
    - "github.com"
    - "release-assets.githubusercontent.com"

  alertOnOtherDomains: true

  suspiciousTempFiles:
    - "update.exe"
    - "AutoUpdater.exe"

  suspiciousChildProcesses:
    # Beispiele: je nach Umgebung anpassen
    - "powershell.exe"
    - "cmd.exe"
    - "rundll32.exe"
Vereinfachtes Detection-Policy-Muster für Allowlisting & Alerts beim WinGUp-Updater.

Tipp: Solche Checks sind am wirksamsten, wenn Sie sie als wiederverwendbare Detection-Regeln (SIEM/EDR) etablieren und nicht nur ad hoc ausführen.

Übersichten: Versionen, Risiken, Lessons Learned

Die folgende Übersicht hilft dabei, Notepad++-Versionen grob einzuordnen und den Handlungsbedarf zu strukturieren.

Notepad++-Versionen einordnen

Versionsübersicht und empfohlener Handlungsbedarf.
VersionEinordnungEmpfohlene Maßnahme
<= 8.8.3veraltet / hohes RisikoUpgrade auf 8.9.6.1 und Betroffenheitsprüfung
8.8.4–8.8.7abhängig vom SetupUpdate auf 8.9.6.1; Logs/EDR prüfen
8.8.8gehärtet (Zwischenstand)Empfohlen: Update auf 8.9.6.1
8.8.9–8.9.1gehärtet (Installer-Signatur)Update auf 8.9.6.1; zentral verteilen + Monitoring
8.9.2–8.9.6gehärteter Updater, aber nicht aktueller Patch-StandUpdate auf 8.9.6.1 wegen XML-Fixes
8.9.6.1+empfohlenDouble Lock, WinGUp-Härtungen, XML-Fixes; zentral verteilen + Monitoring

Die wichtigste „Meta-Lesson“: Update-Infrastruktur ist eine kritische Supply-Chain-Komponente. Selbst wenn ein Projekt sauber entwickelt ist, können Hosting, interne Dienste oder Credentials kompromittiert werden. Behandeln Sie Updater daher wie produktive, sicherheitskritische Komponenten.

Lessons Learned

Lesson LearnedPragmatische Umsetzung
Updater sind Supply-ChainZentral verteilen, Signaturen prüfen, Internet-Egress begrenzen
Gezielte Angriffe ≠ harmlosAdmin/Dev-Endpoints als „High Value Assets“ überwachen (EDR/SIEM)
Logs sind GoldProxy/SWG + Sysmon/EDR Telemetrie für Updater-Prozesse baselinen

FAQ

FAQ zum Notepad++ Update-Hijacking

Bin ich als Unternehmen betroffen, wenn wir Notepad++ nutzen?
Das Risiko hängt vor allem davon ab, ob der Notepad++-Updater WinGUp (gup.exe) in Ihrer Umgebung aktiv ist, ob Clients frei ins Internet kommunizieren und ob im relevanten Zeitraum Updates bezogen wurden. Kritisch sind Admin-Workstations, Entwickler-PCs und Systeme außerhalb zentraler Softwareverteilung.
Welche Zeiträume sind für Forensik und Log-Checks relevant?
Für die Bewertung sind insbesondere Juni 2025 bis Anfang Dezember 2025 relevant. Laut Untersuchungsstand war der kompromittierte Server bis 02.09.2025 betroffen, aber durch verbleibende Zugangsdaten konnten Umleitungen bis 02.12.2025 zumindest möglich sein. Praktisch sollten Sie Logs und Artefakte für den gesamten Zeitraum prüfen, in dem Ihre Systeme Updates bezogen haben.
Woran erkenne ich, ob manipulierte Updates installiert wurden?
Suchen Sie in EDR/SIEM/Proxy-Logs nach gup.exe-Verbindungen zu ungewöhnlichen Domains, nach verdächtigen Dateien im %TEMP%-Verzeichnis (z. B. update.exe / AutoUpdater.exe) und nach unerwarteten Kindprozessen von gup.exe. Prüfen Sie zusätzlich Code-Signaturen der Installer und den zeitlichen Zusammenhang mit Update-Vorgängen.
Reicht es, das automatische Update zu deaktivieren?
Allein das Deaktivieren reduziert kurzfristig die Angriffsfläche, ist aber keine nachhaltige Lösung. Besser ist ein zentral gesteuerter Update-Prozess (Softwareverteilung/Paketmanagement) plus Monitoring: Wer darf wohin kommunizieren, welche Signaturen sind erlaubt, und wann wird alarmiert.
Welche Version ist nach aktuellem Stand empfohlen?
Notepad++ 8.9.6.1 oder neuer. Ab 8.9.2 gilt das „Double Lock“-Design für den Updater; 8.9.6.1 schließt zusätzlich mehrere Schwachstellen in XML-Konfigurationen. In Unternehmen sollte das Update bevorzugt über einen kontrollierten, zentralen Pfad erfolgen.
Was ist die wichtigste Lesson Learned aus dem Notepad++-Vorfall?
Updater sind Supply-Chain-Komponenten. Auch wenn Ihre Anwendung selbst nicht verwundbar ist, kann die Update-Infrastruktur (Hosting/DNS/CDN/Credentials) kompromittiert werden. Entscheidend sind daher zentrale Update-Prozesse, Egress-Kontrollen und die Verifikation von Signaturen/Hashes.

Themen

IT-SecurityNotepad++Software-Supply-ChainSecurity NewsDevSecOpsPatch-ManagementIncident Response

Quellen

  1. The Hacker News: Notepad++ Fixes Hijacked Update Mechanism Used to Deliver Targeted MalwareThe Hacker News, 18.02.2026
  2. The Hacker News: Notepad++ Official Update Mechanism Hijacked to Deliver Malware to Select UsersThe Hacker News, 02.02.2026
  3. Notepad++ v8.9.2 release: Double-Lock Update SecurityNotepad++ Projekt, 16.02.2026
  4. Notepad++ release 8.9.6.1Notepad++ Community, 26.05.2026
  5. GitHub Security Advisory: Arbitrary Code Execution via "commandLineInterpreter" of config.xmlGitHub Security Advisory, CVE-2026-48778, 26.05.2026
  6. Cyber Security News: Critical Notepad++ Vulnerabilities Allow Attackers to Execute Arbitrary CodeCyber Security News, 28.05.2026
  7. NVD: CVE-2025-15556 (Notepad++ Update Mechanism)NVD, 2025
  8. NVD: CVE-2026-25926 (Unsafe Search Path)NVD, 2026
  9. Notepad++ v8.8.9 release: WinGUp hardening & security checksNotepad++ Projekt, 09.12.2025
  10. Rapid7: Chrysalis, Notepad++, and Supply Chain Risk – What it Means, and What to Do NextRapid7, 2026
  11. Kaspersky Securelist: Notepad++ supply chain attack breakdownKaspersky Securelist, 2026
  12. heise Security: Notepad++-Updater installierte Malwareheise Security, 10.12.2025
  13. Kevin Beaumont (DoublePulsar): Small numbers of Notepad++ users reporting security woesKevin Beaumont (DoublePulsar), 2025
  14. Notepad++ Community: Autoupdater and connection temp.sh / WinGUp-HardeningNotepad++ Community, 2025